Maibaumverein Leeder e.V.

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Acht der zehn Gründer waren mit dabei


Festumzug und Feier zum 40. Jubiläum des Maibaumvereins Leeder

Von Andreas Hoehne
















Glück hatten die Mitglieder des Maibaumvereins Leeder mit ihrer Jubiläumsfeier am gestrigen Sonntag. Der Festzug durch das Dorf hinauf zur Almhütte konnte bei strahlendem Sonnenschein stattfinden. Rund 400 Gäste waren anschließend bei der Feier im Almstadel. Bereits am Freitag- und Samstagabend waren die Veranstaltungen mit „d’Hurlacher“ und der Blaskapelle Schongau gut besucht.

Den Festzug führten Alexander und Sebastian Kneißl sowie Simon Hefele hoch zu Ross an. Nach der Blaskapelle Markt Leeder kamen die Maibaumburschen und die Abordnungen weiterer Vereine, unter ihnen die Maibaumfreunde Unterdießen mit Bürgermeister Alexander Enthofer und die Landjugend Denklingen. In seiner Predigt beim Festgottesdienst ging Pater Henryk Bichta auf den Wert der Gemeinschaft der Christen und der Bewohner eines Dorfes ein, die, ähnlich wie ein Blumengarten, von der Vielfalt leben. Anschließend segnete der Pater mit „reichlich Wasser“ nicht nur den Stadel, sondern auch die Festgäste.


Der Vorsitzende des Maibaumvereins, Andy Füger, erinnerte an die Gründung am 23. Oktober 1974.

Zehn Burschen hatten sich dazu in „Ringos Kellerbar“ getroffen, nachdem die Anfrage an andere Vereine, gemeinsam einen Maibaum aufzustellen, wenig Früchte getragen hatte. Als Vorsitzender wurde seinerzeit Otto Prinzing gewählt, zu seinem Stellvertreter Josef Heinzelmann. In der Folge stellte man insgesamt zehn Maibäume auf und stahl drei weitere, merkte Füger schmunzelnd an.


Vor den letzten beiden Aufstellungen wurde der Baum im Almstadel eingelagert und bewacht. Da das Gebäude nur 15 Meter lang war, musste man mit Schichtplatten einen Stollen bauen, um den Baum vor dem Regen zu schützen. Dies und die wegen schlechtem Wetter ausgefallenen Almhüttenfeste hätten unter anderem den Anlass für die Erweiterung des Stadels geliefert. Dabei wurden 4500 Arbeitsstunden geleistet. Besonders hob Füger die Helfer mit deutlich mehr als 500 Stunden hervor, dies waren neben ihm Franz Heiland, Christoph Kneißl, Otto Prinzing und Jürgen Vogel.

Bürgermeister Erwin Karg bezog sich darauf, dass vor 40 Jahren die Landjugend seines Heimatortes Denklingen die Leederer verspottet hatte, weil sie keinen Maibaum zustande brächten. Heute könne man den Spieß umdrehen und die Nachbarn zur Gründung eines „Lebensmittelmarktvereins“ auffordern, merkte er scherzhaft an. In Denklingen gibt es seit einigen Wochen keinen Verbrauchermarkt mehr.

Otto Prinzing sei im Laufe seiner Geschichte das Maß aller Dinge im Maibaumverein gewesen, hob er hervor, denn dieser habe das Gelände oberhalb von Leeder zu seinem „vierten Kind“ gemacht.

An Füger überreichte Karg ein Geldgeschenk der Gemeinde.

Weine mit Etiketten, die sich auf Ereignisse in der Geschichte des Maibaumvereins bezogen, schenkte Kathrin Bermann von der Blaskapelle zum Jubiläum. Die Musiker unter Leitung von Thomas Schmidt umrahmten am Sonntag die Festveranstaltung.


Mit dabei waren beim Fest acht der zehn Gründungsmitglieder, nämlich Reinhold Bär, Karl Frieß, Erich Haibl, Josef Heinzelmann, Martin Höfler, Otto Prinzing, Simon Simmerl und Rupert Turrina. Andreas Dietrich war verhindert und Andreas Kusterer ist bereits verstorben.

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